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Theaterbesuch in USA schützt nicht vor Werbung
Volksbühne Berlin: "Widersetzen uns Regeln des Marktes"
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Für Silvia Fehrmann, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit an der Volksbühne Berlin, stellt sich diese Frage, ob Werbung in Theater etwas zu suchen hat, erst gar nicht. "Für Theater mit einem öffentlichen Auftrag, die versuchen gesellschaftlich relevante Themen zu verhandeln, gehört es dazu, sich den Regeln des Marktes zu widersetzen", lehnt Fehrmann eine solche Einnahmequelle im Gespräch mit pressetext ab. Bei privatwirtschaftlichen Produktionen sei aber durchaus damit zu rechnen, dass dort Werbung auftauchen wird. "Das gehört eben zu den Regeln des Unterhaltungsmarktes", sagt Fehrmann weiter.
Nachdem die Dame auf der New Yorker Bühne die Live-Werbung angekündigt hat, klingelt im Publikum das Handy. Eine Schauspielerin telefoniert dann mit ihrer Tochter, die sich gerade in London aufzuhalten scheint. "Theaterbesucher sind ein ausgeliefertes Publikum - sie können nicht umschalten oder hinaus gehen", sagt Ken Kelling, Leiter der Kommunikationsabteilung von Visit London, einem Reisebüro, das die weltweit erste Live-Werbung in Theater in Auftrag gegeben hat. Das Reisebüro habe nicht vor, diese Werbekampagne in Theatern fortzuführen, meint Kelling weiter. Laut Richard Frankel, einem der Stomp-Produzenten, hat Visit London auch nichts für diesen "Live-Spot" bezahlt.



Kopieren von DVDs unbeliebt (Foto: fotodienst.at)
Port Washington (pte/12.07.2007/16:13) - DVDs werden weitaus seltener kopiert, als man vermuten könnte. Entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass DVDs gerne ausgeliehen und für den eigenen Bedarf gerippt werden, greifen nicht einmal zwei Prozent aller US-Haushalte auf diese Möglichkeit zurück. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des Marktforschungsinstituts NPD Group http://www.npdgroup.com. Die Analysten führen das überraschende Ergebnis auf den bisweilen komplizierten und zeitaufwändigen Vorgang zurück, der im Gegensatz zu ungeschützten Audio-CDs ein zusätzliches Programm voraussetzt. Die meisten illegalen Vervielfältigungsaktivitäten gehen der Studie zufolge auf Filesharing-Plattformen im Internet zurück.
"Die Hauptsorge der Industrie ist sicherlich das Abfilmen gerade veröffentlichter Filme direkt von der Kinoleinwand weg. Diese Aufnahmen werden dann ins Internet gestellt und von dort aus vervielfältigt", meint Andreas Manak, Generalsekretär des Vereins für Antipiraterie der Film- und Videobranche (VAP) http://www.vap.cc, im pressetext-Interview. Das Rippen von DVDs sei mittlerweile ein untergeordnetes Problem, da der Kopiervorgang nicht zuletzt aufgrund der Kopierschutzmaßnahmen ein weitaus komplizierteres Unterfangen darstelle, als einen Film einfach vom Internet herunterzuladen.
Dass sich das Rippen von Original-DVDs oftmals als wenig attraktiv erweist, führt Manak auch auf den Zeitfaktor zurück. "Bis die Original-DVDs zwei bis drei Monate nach dem Kinofilmstart offiziell erhältlich ist, machen die abgefilmten Camcording-Kopien schon längst im Internet ihre Runde", so Manak. Die Sinnhaftigkeit von DVD-Kopierschutzmaßnahmen grundsätzlich in Frage zu stellen, ist für Manak aufgrund der Erkenntnisse aber keine ernstzunehmende Option.