Aufklärung:
Die "Marseillaise" kommt nicht aus Marseille!
Das Leben wartet doch immer wieder mit
Überraschungen für uns auf. Da denkt
man, sich an endlose Geschichtsstunden
in der Schule erinnern zu können.
Langwierige Ausführungen über die Franzö-
sische Revolution, deren mutmaßlicher
Beginn (Sturm auf die Bastille, 14.7.1789)
mittlerweile dank unermütlicher
Historiker etwas vom heroischen Glanz
alter Geschichtsstunden verloren hat
(die Bastille wurde vom Wachpersonal der
Bastille an die "Erstürmer" übergeben),
hat man über sich ergehen lassen.
Und nun muß ich auch noch erfahren,
daß die französische Nationalhymne
"Marseillaise" nicht aus Marseille
stammt, sondern ursprünglich in Straßburg
als Marsch für die Rheinsoldaten
anläßlich der Kriegserklärung an
Deutschland 1792 geschrieben wurde.
Hauptmann Claude-Joseph
Rouget de Lisle komponierte die Musik
und schrieb den siebenströphigen Text in der
Nacht vom 24. auf den 25. April 1792 auf
Geheiß
des Straßburger Bürgermeisters Baron de
Dietrich.
Auf Umwegen gelangte das Lied nach Marseille
und wurde von den Revolutionstruppen zum
Marschlied erklärt.Erst nach ihrem Einmarsch in Paris am
30. Juli 1792 wurde das Lied von den Pariser
Bürgern "Marseillaise" genannt.



Kopieren von DVDs unbeliebt (Foto: fotodienst.at)
Port Washington (pte/12.07.2007/16:13) - DVDs werden weitaus seltener kopiert, als man vermuten könnte. Entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass DVDs gerne ausgeliehen und für den eigenen Bedarf gerippt werden, greifen nicht einmal zwei Prozent aller US-Haushalte auf diese Möglichkeit zurück. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des Marktforschungsinstituts NPD Group http://www.npdgroup.com. Die Analysten führen das überraschende Ergebnis auf den bisweilen komplizierten und zeitaufwändigen Vorgang zurück, der im Gegensatz zu ungeschützten Audio-CDs ein zusätzliches Programm voraussetzt. Die meisten illegalen Vervielfältigungsaktivitäten gehen der Studie zufolge auf Filesharing-Plattformen im Internet zurück.
"Die Hauptsorge der Industrie ist sicherlich das Abfilmen gerade veröffentlichter Filme direkt von der Kinoleinwand weg. Diese Aufnahmen werden dann ins Internet gestellt und von dort aus vervielfältigt", meint Andreas Manak, Generalsekretär des Vereins für Antipiraterie der Film- und Videobranche (VAP) http://www.vap.cc, im pressetext-Interview. Das Rippen von DVDs sei mittlerweile ein untergeordnetes Problem, da der Kopiervorgang nicht zuletzt aufgrund der Kopierschutzmaßnahmen ein weitaus komplizierteres Unterfangen darstelle, als einen Film einfach vom Internet herunterzuladen.
Dass sich das Rippen von Original-DVDs oftmals als wenig attraktiv erweist, führt Manak auch auf den Zeitfaktor zurück. "Bis die Original-DVDs zwei bis drei Monate nach dem Kinofilmstart offiziell erhältlich ist, machen die abgefilmten Camcording-Kopien schon längst im Internet ihre Runde", so Manak. Die Sinnhaftigkeit von DVD-Kopierschutzmaßnahmen grundsätzlich in Frage zu stellen, ist für Manak aufgrund der Erkenntnisse aber keine ernstzunehmende Option.